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Inklusion: Schule für alle

Inklusion bedeutet nicht nur, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf am Regelunterricht teilnehmen zu lassen, sondern vielmehr, allen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu eröffnen, an den Angeboten der Schule teilhaben zu können. Dennoch beschreiben wir im folgenden zunächst unsere Aktivitäten im Hinblick auf Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischen Förderbedarfen.

 

Integrationsklassen

In einigen Klassen unserer Schule werden behinderte und nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler unter besonderen institutionellen und personellen Voraussetzungen gemeinsam unterrichtet und zu ihrem individuellen Abschluss geführt.

 

In der Regel setzt sich eine solche Klasse aus 20 Schülerinnen und Schülern zusammen. Jeweils etwa fünf von diesen Kindern haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf.

 

Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung bzw. mit Lernbehinderung werden nicht zielgleich unterrichtet. Sie erhalten spezielle Zeugnisse und werden im Unterricht durch Sonderschullehrkräfte unterstützt. Schülerinnen und Schüler mit den Förderbedarfen Sehen, Hören, Autismus, Körperbehinderung oder sozial-emotionale Entwicklung werden zielgleich unterrichtet und erhalten nach Bedarf individuelle Unterstützung.

 

Einige Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf werden in Regelschulklassen und auch in der Oberstufe unterrichtet.

 

Integrationszentrum

Das Integrationszentrum (kurz: IZ) sowie die angrenzende Lernwerkstatt bilden das räumliche Zentrum des Integrationsbereichs. Diese Räume stehen den Integrationsschülerinnen und -schülern aller Jahrgangsstufen als Rückzugsort, bei Ruhebedarf, zur Klärung von Konfliktsituationen und zur Einzel- oder Kleingruppenarbeit zur Verfügung. Es ist auch der Treffpunkt für alle Sonderpädagogen, Schulbegleitungen, Erzieherinnen und Praktikanten.

 

Projekte

Für Schüler/-innen mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder geistige Entwicklung finden folgende Projekttage unter Leitung unserer Erzieherin Susanne Osman statt:

 

5. Jahrgang: Wir lernen uns und die KGSE kennen
Das Projekt im fünften Jahrgang konzentriert sich auf das Kennenlernen der Mitschüler/-innen und der Schule sowie der Umgebung.
Welche Möglichkeiten gibt es bei der Pausengestaltung? Wo ist der Schulwald? Welche Aufgaben haben die Sozialpädagogen?

6. Jahrgang: Sensorische Integration am Pferd
Die Schülerinnen und Schüler fahren jeden zweiten Mittwoch in Begleitung zweier Lehrer/-innen der KGSE auf den Moorhof in Tornesch, wo sie Pferde pflegen und von einer Reittherapeutin Reitunterricht erhalten.
Am darauffolgenden Mittwoch sind die Schüler/-innen in der Schule und lernen theoretisches Wissen rund ums Pferd.

7. Jahrgang: LIFE (= Landwirtschaft, Integration, Förderung, Entwicklung)
Die Schülerinnen und Schüler gestalten mittwochs eine Gartenparzelle im Kleingarten „Heinrich Gadow", der wenige Gehminuten von der Schule entfernt liegt.
Zu den Inhalten des Projektes gehören: Anbau von Obst und Gemüse, Gestaltung und Pflege des Grundstückes, Training von Kommunikation und Teamfähigkeit (beispielsweise Teamleitung, Motivation, Verlässlichkeit, Koordination).

8. Jahrgang: Projekt im hauswirtschaftlichen Bereich
Freitags treffen sich die I-Schüler/-innen des 8. Jahrganges in der Freizeit-Küche. In der zweiten großen Pause verkaufen sie ihre hergestellten Produkte im Lehrerzimmer sowie im Schülercafé. Es werden Grundregeln der Haushaltsführung vermittelt. Dabei sind ebenfalls das Einhalten des Budges und die Abrechnung der verkauften Produkte Bestandteil des Projektes. Die Schüler/-innen kaufen selbstständig ein und planen, welche Produkte hergestellt und verkauft werden sollen.

9. Jahrgang: Vorbereitung auf einen Berufseinstieg

Einmal wöchentlich widmen sich die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs der Berufswelt. Es werden Beratungstermine vereinbart, Firmen besucht und es wird individuell nach einem möglichen Werdegang nach der Schulzeit gesucht.